BN startet Unterschriftensammlung für verträgliche Nutzung des ehem. "Waldheim Sonnenland"

Inmitten des Fürther Stadtwalds soll das ehemalige „Waldheim Sonnenland“ zu Eigentumswohnungen umgebaut und zusammen mit seinem Gelände an private Eigentümer verkauft werden. Es ist dabei geplant, die auf das Grundstück reichende Waldfläche teilweise zu roden und weitere Bäume zu fällen. Um eine solche Entwicklung zu verhindern startet der BUND Naturschutz nun eine Unterschriftensammlung und ruft die Fürther Bürgerinnen und Bürger zur Beteiligung auf.

BN-Protest vor dem Fürther Rathaus gegen Privatisierung des ehemaligen Waldheim Sonnenland als Eigentumswohnungen

29.10.2020

Unterschriftenliste ehem. "Waldheim Sonnenland"

Dabei ist nun klar, dass die geplante Privatisierung des ehemaligen Waldheims Sonnenland im Fürther Stadtwald in Eigentumswohnungen nicht, wie von der Stadt Fürth ursprünglich geplant, ohne eine Änderung des Flächennutzungsplans geht. Regierungspräsident Dr. Thomas Bauer teilte der Stadt Fürth und dem BUND Naturschutz bereits Ende Juli mit: „Die Regierung von Mittelfranken ist der Auffassung, das Vorhaben einer privaten Wohnnutzung des ehemaligen Waldheims Sonnenland sollte bereits aus Gründen der Rechtsklarheit erst nach einer Änderung des FNP verwirklicht werden.“

„Damit bestätigt die Regierung unsere Rechtsauffassung, dass die Stadt Fürth die ausgewiesene Gemeinbedarfsfläche nicht einfach in eine private Wohnfläche umwandeln darf. Da der BUND Naturschutz eine solche Splittersiedlung inmitten des Stadtwalds ablehnt, rufen wir Stadtrat und Stadtverwaltung dazu auf, die Bemühungen um eine verträgliche Nutzung zu verstärken“, so Reinhard Scheuerlein, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Fürth-Stadt.

Dabei ist für den BUND Naturschutz wichtig, dass dieses Gelände in seinem sehr sensiblen Umfeld im Stadtwald im öffentlichen Eigentum bleibt und eine schonende Nutzung mit einem spezifischen Bezug zum Wald bekommt.

Bereits Mitte Mai hatten sich der Vorsitzende der Fürther Kreisgruppe, Reinhard Scheuerlein und der Regionalreferent für Mittel- und Oberfranken, Tom Konopka, wegen der städtischen Planungen an die Regierung von Mittelfranken gewandt. Die Regierung ist die zuständige Behörde, die den Flächennutzungsplan der Stadt genehmigt.