Fürther Stadtgrün jetzt aufwerten!

Der BUND Naturschutz begrüßt, dass nun der gesamte Bereich Hornschuchpromenade und Königswarterstraße auch im Hinblick auf seine Grünflächen und Baumbestände genauer betrachtet wird und ein Gesamtkonzept erstellt werden soll.

Parken auf den Wurzeln zerstört den Baumbestand schleichend

22.04.2017

Ebenso ist es erfreulich, dass bereits im letzten Herbst erste Schritte unternommen wurden, um dortige Grünbestände und Baumwurzeln mit einer neuen Lösung zum Abstellen von Kirchweih-Fahrzeugen zu entlasten.

Diese Maßnahmen machen nun zusammen mit der geplanten Quartiersgarage den Weg für eine seit Jahrzehnten aufgeschobene Aufwertung dieses herausragenden und historischen Grünzugs in der östlichen Innenstadt frei.

Viele Baumaßnahmen haben in den letzten Jahren vor allem in der Innen- und in der Südstadt auch zu schmerzlichen Grünverlusten geführt, für die häufig an Ort und Stelle kein Ersatz durch eine anderweitige Begrünung vorgesehen wurde. Im Zuge dieser baulichen Verdichtung kommt vorhandenen öffentlichen Grünflächen eine immer größere Bedeutung zu. Gleichzeitig drohen sie jedoch, durch Übernutzung schnell sanierungsbedürftig zu werden.

Solchen, teilweise bereits eingetretenen Schäden muss die nun anlaufende Aufwertung entgegenwirken. Zumal es ja auch in Zukunft gewährleistet sein soll, dass diese Grünflächen und Baumbestände noch ihre vielfältigen positiven Wirkungen im Stadtquartier entfalten können.

Dabei sieht es der BUND Naturschutz als die wichtigste Aufgabe an, den schleichenden Substanzverlust der Grün- und Baumbestände aufzuhalten und umzukehren. Gleichzeitig sind Fußgängern und Radfahrern im Verlauf der Straßenzüge eine attraktive Verbindung sowie Anwohnern und Nah-Erholungssuchenden angemessene Ruheräume anzubieten.

Hohe Anforderungen an die anstehende Neuordnung stellt die historische Bedeutung des Grünzugs als ehemalige Trasse der ersten deutschen Eisenbahn dar, mit der diese Neuordnung auch eine gesamtstädtische Dimension erhält. Schließlich sollen ja nicht nur die beeindruckenden Häuserfronten vorzeigbar sein, sondern auch das Drumherum ein angemessenes Gegenüber dazu bieten.

Daher wird sich der BUND Naturschutz weiterhin für die oben beschriebene Form einer Aufwertung einsetzen. In diesem Sinne bitten der BN OB Dr. Thomas Jung und den Fürther Stadtrat, bei den Bemühungen für die notwendige Sicherung und Sanierung und der vorhandenen Grünflächen und Baumbestände nicht nachzulassen.