BUND Naturschutz zur Kommunalwahl in Fürth

Der BUND Naturschutz möchte den Natur- und Umweltschutz in Fürth in besonderer Weise im Kommunalwahlkampf zur Sprache bringen.

Dazu haben wir einen Umfragebogen mit aktuellen und konkreten Umweltthemen entwickelt. Er richtet sich an jede Kandidatin und jeden Kandidaten zur Kommunalwahl in Fürth. Alle Aussagen beziehen sich auf die gesamte Stadtratsperiode 2014 bis 2020. Der BUND Naturschutz möchte dadurch transparent machen, welche Kandidatinnen und Kandidaten sich bei welchen Themen vorbehaltlos für den Erhalt der Natur im Stadtgebiet und für den Umweltschutz einsetzen.

Ergebnisse der Umfrage

Innerhalb der vorgegebenen Frist haben 31 Kandidatinnen und Kandidaten aus sechs Parteien ihre ausgefüllten Bögen abgegeben. Im Folgenden wurden die Antworten nach Themengebieten ausgewertet:

Themenbereich "Stadtentwicklung und Flächennutzung"

Die Talauen und ihre Randbereiche bilden in Fürth nicht nur ein grünes Band um die Innenstadt. Sie sind in diesem dicht besiedelten Stadtgebiet die grüne Grundinfrastruktur, z.B. für Klimaausgleich und Hochwasserschutz, für Artenvielfalt und Naherholung. Als Landschaftsschutzgebiete sind sie derzeit vor Bebauung geschützt. Doch welche Pläne haben die Rathausparteien dazu in der nächsten Stadtratsperiode?

In letzter Zeit ist der Landschaftsverbrauch in Fürth gewaltig in Fahrt gekommen. Dabei sind Grund und Boden im Stadtgebiet stark begrenzte Ressourcen und natürlich nicht vermehrbar. Allein durch vier große Bauprojekte soll nun innerhalb kurzer Zeit eine Fläche bebaut werden, die insgesamt fast so groß ist wie die Fürther Innenstadt. Wieviel Flächenfraß will sich Fürth noch genehmigen?

Themenbereich "Grün in der Stadt"

Bäume sind lebendige Klimaanlagen und bringen Natur auch in dicht bebaute Stadtviertel. Durch viele Baumaßnahmen geraten sie besonders unter Druck. Derzeit sind sie in Fürth durch die Baumschutzverordnung geschützt. Auch wenn sie dadurch nicht immer vor Fällungen bewahrt werden. Doch welche Pläne haben die Kandidaten mit der Baumschutzverordnung?

Erst im letzten Sommer hat Fürth wieder seine grünen Innenhöfe geöffnet und gezeigt, welche großartige Wohnqualität dadurch möglich ist. Doch bei neuen Bauvorhaben sieht die Realität anders aus. Beispiel Südstadt: Durch eine Überverdichtung bei großen Wohnbauprojekten wurde hier teilweise kein einziger Quadratmeter Grün eingeplant. Wie soll verhindert werden, dass hier mit viel Geld möglicherweise Sanierungsgebiete von morgen gebaut werden?

Der Südstadtpark ist eine große Errungenschaft für den größten Fürther Stadtteil. Die neue Hochschule hat die alte Villa gut renoviert, doch jetzt wurden Bauwünsche im Park bekannt. Droht die weitere Entwicklung der Grünfläche nach dem Motto: "Wie gewonnen, so zerronnen?"

Themenbereich "Verkehr und Umwelt"

Themenbereich "Energie und Kommunaler Klimaschutz"

Auch wenn in den Medien viel über die Energiewende gesprochen wird, so kommt eines immer noch sehr selten vor: Intelligentes Energiesparen auf breiter Front ist für einen Erfolg der Energiewende unverzichtbar. Wie stehen die Kandidaten zur Einrichtung einer kostenlosen Vor-Ort-Energiesparberatung für alle Privathaushalte und zur Entwicklung kreativer Energiespar-Kampagnen?

Es ist eine grundlegende Tatsache: Um steuern zu können, muss man zunächst mal seine eigene Position kennen, damit man nicht im Blindflug unterwegs ist. Dies gilt sicherlich für die kommunalen Finanzen, aber auch für das Thema kommunales Energiemanagement und kommunaler Klimaschutz. Wir möchten daher wissen: wie wollen die Kandidaten sowohl das Energiemanagement der städtischen Einrichtungen als auch die Entwicklung des Energieverbrauchs in der Gesamtstadt vor dem Hintergrund der Klimaschutzziele, aber auch angesichts tendenziell steigender Rohstoffpreise steuern?

Weitere Themen

Weitere Fragen wurden zu den Themen "Außerschulische Umweltbildung", "Schutz vor Elektrosmog" und "Transparenz städtischen Handelns" gestellt.