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Ehem. Waldheim Sonnenland - BN richtet offenen Brief an Mitglieder des Stadtrats

Mit dem folgenden eindringlichen Brief hat sich der BUND Naturschutz erneut an die Mitglieder des Fürther Stadtrats gewandt und zu einem Umdenken bei den bisherigen Plänen für eine Eigentumswohnanlage im Stadtwald aufgerufen. Dabei müssten vor allem auch die langfristigen Folgen Beachtung finden.

06.01.2021

Hier der offene Brief im Wortlaut:

Sehr geehrte Damen und Herren des Fürther Stadtrats,

die Fürtherinnen und Fürther können sich glücklich schätzen, ein Natur- und Erholungsgebiet wie den Stadtwald in leicht erreichbarer Nähe zu haben. Generationen von Stadträtinnen und Stadträten haben dem Erhalt dieses Naturschatzes besonderes Gewicht beigemessen. Nur deswegen ist uns dieses Waldgebiet bislang in der heute bekannten Form erhalten geblieben!

Daher bittet der BUND Naturschutz Sie dringend, bezüglich der Entscheidung über eine Eigentumswohnanlage inmitten des Stadtwalds besonders auch die langfristigen Auswirkungen einer solchen Entscheidung nicht aus den Augen zu verlieren.

Als BUND Naturschutz erleben wir ständig, dass in Fürth durch umfangreiche Bautätigkeiten immer mehr Natur im Siedlungsbereich auf der Strecke bleibt. Daher halten wir es für nicht vertretbar, wenn jetzt auch noch in einem Bereich, der der Natur vorbehalten sein soll, nämlich im Fürther Stadtwald, immer mehr privatisierte Wohnnutzungen dauerhaft etabliert werden sollen.

Dabei halten wir es für völlig falsch, das Grundstück des Waldheim Sonnenland mit denselben Maßstäben zu betrachten, wie eine x-beliebige innerstädtische Baulücke. Denn dieses Grundstück  im Stadtwald ist mit seiner abgeschiedenen Lage in einem sensiblen Naturraum kein geeigneter Standort für eine Eigentumswohnanlage 

Die Regierung von Mittelfranken hat die Rechtsauffassung des BUND Naturschutz bestätigt, dass diese Planung ohne eine Änderung des Flächennutzungsplans noch weniger rechtssicher wäre. Doch nach wie vor lehnen wir die damit verbundene Nutzungsänderung und Gebäudeerweiterung ab, da sie als waldfremde Wohnnutzung mitten im Stadtwald völlig fehl am Platze wäre.

Mit einer solchen Umwidmung würde der Stadtrat Privateigentümern die Möglichkeit eröffnen, die Fläche später noch intensiver zu nutzen als es bislang angedacht ist. Auch das nochmals liberalisierte Baurecht gäbe privaten Eigentümern dafür neue Möglichkeiten an die Hand. Dies wäre eine nicht mehr rückholbare Fehlentwicklung. Daher darf die Stadt Fürth dieses Grundstück nach Auffassung des BUND Naturschutz auf keinen Fall aus der Hand geben.

Bitte lassen Sie den Fürther Stadtwald Waldgebiet sein und stoppen Sie seine Privatisierung und seine zunehmende Besiedelung!
Bitte legen Sie nicht den Grundstein für eine fatale Fehlentwicklung im Herzen des Waldgebiets!
Gefährden Sie nicht heute, was Generationen von Stadträtinnen und Stadträten vor Ihnen viele Jahrzehnte lang bewahrt haben.