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Energiewende und Klimaschutz

Politische Versprechen sind einzuhalten!

Bei den ursprünglichen Plänen handelte es sich um keine geringfügige bauliche Erweiterung, sondern um eine erhebliche Ausdehnung der dort für die Hochschule vorhandenen Baufläche (mehr als eine Verdoppelung). Sie wurden bei ihrer Vorstellung von Stadtverwaltung und Stadtspitze anfangs befürwortet, obwohl es zuvor Versprechen gegeben hatte, dass genau eine solche Entwicklung nicht passieren soll.

Nur ein Jahr vor der Veröffentlichung der Neubau-Pläne im Park hatte der BUND Naturschutz im Vorfeld der Kommunalwahl am 16. März 2014 eine Umfrage unter den OB- und Stadtratskandidaten zu Umweltthemen durchgeführt. Darin war auch die folgende Aussage enthalten:
"Ich werde dafür stimmen, den Fürther Südstadtpark auf Dauer ohne zusätzliche Neubauten in seiner vollen Größe für die Bevölkerung zu erhalten und für die Erweiterung der Hochschule auf jeden Fall eine Lösung außerhalb des Parks zu realisieren."

OB Dr. Thomas Jung, Bürgermeister Markus Braun sowie fünf amtierende Stadträte der SPD (darunter Fraktionsvorsitzender Sepp Körbl), CSU-Fraktionsvorsitzender Dietmar Helm, vier amtierende Stadträte der Grünen, zwei der Linken und eine Stadträtin der Freien Wähler hatten sich daran beteiligt und füllten diesen Punkt mit "Ja" aus (weitere Infos zur genannten Umfrage des BUND Naturschutz).

Im Wahlprogramm der Fürther SPD zur Kommunalwahl 2014 finden sich im Kapitel "Umwelt, Energie und Landwirtschaft" die folgenden Aussagen:
"Freiflächen und Erholungsoasen sind in einer Großstadt für das Wohlbefinden der Bürgerinnen und Bürger unverzichtbar. Trotz eines wachsenden Wohnungsbedarfs haben wir in der Vergangenheit daher darauf verzichtet, wie andere Städte Kleingärten oder Parks für die Bebauung freizugeben.
Die Fürther Bevölkerung hat unser Wort: Der Stadtwald, die Parks, der Wiesengrund und unsere Kleingärten sind auch in Zukunft für jegliche Bebauung tabu."

Der BUND Naturschutz erwartet, dass diese eindeutigen Versprechen auch eingehalten werden und fordert die Stadt Fürth auf, der Hochschule Entwicklungsperspektiven außerhalb der Parkanlage zu bieten.

Erst durch einen Zeitungsartikel im Oktober 2013 wurde bekannt, dass es wohl Absprachen zwischen Stadtspitze und Wilhelm-Löhe-Hochschule zu einer Erweiterungsbebauung im Park gegeben hatte. Diese waren jedoch lange Zeit der Öffentlichkeit vorenthalten worden. Vor der Kommunalwahl haben die Kommunalpolitiker entsprechende Pläne weit von sich gewiesen. Nur ein gutes Jahr später kamen sie wieder zum Vorschein:

Zum Artikel der Fürther Nachrichten vom 13. Oktober 2013
"Junge Pflege-Hochschule sucht Räume"